Reitausbildung
Es gibt verschiedene Arten der Reitausbildung, fast immer führen sie in Deutschland jedoch hin zu Reitabzeichen – auch damit man an Turnieren teilnehmen kann.
Grundsätzlich unterscheidet man die klassische und die Westernreit-Ausbildung. Doch darunter können – je nach den Interessen des Reiters – noch weitere Untergruppen gebildet werden.
Die klassische Reitausbildung zeichnet sich auch durch klassische Ausrüstung aus. Hier wird das Pferd mit einem Vielseitigkeits- oder Dressursattel meist anfangs auf Wasser- und Olivenkopftrense in Verbindung mit einem englischen oder hannoverschen Reithalfter geritten. Bei der klassischen Reitausbildung beginnen die Reiter damit die Grundgangarten zu erlernen – also Schritt, später Trab und Galopp. Wichtig sind auch die Hufschlagfiguren, welche auf dem Reitplatz oder in der Reithalle an verschiedenen Punkten, welche durch Buchstaben gekennzeichnet sind, ausgeführt werden. Wichtig bei dieser Art von Reitausbildung ist, dass der Reiter eine feine Hand und gute Verbindung zum Pferdemaul erhält, so dass die sogenannte Anlehnung stimmt.
Wenn der Reiter die Grundgangarten beherrscht, erfolgt langsam eine gewisse Spezialisierung in der Reitausbildung. Manch ein Reitschüler möchte das Springen erlernen und seine Dressurarbeit verbessern, andere möchten mit ihren Pferden und Ponys lieber ausreiten und geländesicher werden.
Vertrauen zwischen Reiter und Pferd spielt im Westernreiten eine ganz wichtige Rolle, denn man reitet das Pferd an einem viel längeren, meist durchhängenden Zügel. Das Pferd wird hauptsächlich mit Berührungen des Zügels am Hals gelenkt. Charakteristisch ist für die Ausbildung im Westernreiten auch der große Westernsattel, der auf den kleinen Westernpferden sehr wuchtig wirkt jedoch für Reiter und Pferd angenehm ist. Gerade Geländesicherheit wird beim Westernreiten groß geschrieben.
Abzeichen kann man in allen Arten der Reitausbildung ablegen. Der Basispass Pferdekunde ist das erste Abzeichen, welches jeder Reiter ablegt – hier geht es um Grundkenntnisse. Dann folgt die Spezialisierung. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung bietet zum einen das Westernreitabzeichen, zum anderen verschiedene Katogerien des Reitabzeichens in der klassischen Reiterei. Das Reitabzeichen wird zunächst in Bronze, danach in Silber und schließlich in Gold vergeben. Für letzteres müssen schon einige S-Plazierungen geschafft sein – also in Springen und Dressur der schwersten Kategorie. Wer sich eher sicher im Gelände mit dem Pferd oder Pony bewegen will, der sollte die Prüfung zum Reiterpass ablegen.