Pferdestall kaufen oder Mieten: Darauf müssen Sie achten

Ein Pferdestall mieten oder kaufen? Das ist eine Frage an der die Meinungen oftmals stark auseinandergehen. Welches dieser beiden Konzepte die bessere Wahl ist, muss letzten Endes jeder für sich entscheiden, beides hat seine Vor- und Nachteile.

Die Flexibilität

Ein von dem finanziellen Aspekt relativ unabhängiges Kriterium ist die eigene Flexibilität. Wer beispielsweise bedingt durch viele Jobwechsel oder häufige Änderungen des Einsatzortes flexibel sein muss, für den kommt der Kauf einer Immobilie von vorne herein schon nicht in Frage. Die sich aus dem Kauf und Verkauf ergebenden Aufwände wären sowohl zeitlich als letztlich auch finanziell unzumutbar. Anders dagegen sieht die Lage aus, wenn man seinen Pferden einen Lebensmittelpunkt festgelegt hat und sowohl Arbeitsplatz als auch Umfeld stimmen.

Der finanzielle Aspekt

Das wichtigste Kriterium bei der Entscheidung, eine Immobilie zu kaufen oder zu mieten sind definitiv die damit verbundenen Kosten. Dabei ist es gar nicht so leicht diese beiden Konzepte miteinander zu vergleichen. Während bei dem Mietobjekt lediglich die monatliche Miete und eventuell eine am Mietbeginn zu hinterlegende Kaution fällig werden, sind die einzelnen Kostenpunkte beim Kauf wesentlich stärker gestreut. Neben dem reinen Kaufpreis fallen noch etwa zehn bis fünfzehn Prozent an zusätzlichen Kosten für den Notar, die Grunderwerbssteuer, Eintragungen im Grundbuch und eine eventuelle Maklercourtage an. Darüber hinaus sollte beim Kauf einer Immobilie etwa zwanzig Prozent Eigenkapital vorhanden sein, was das Erhalten eines Kredites wesentlich vereinfacht.

Selbst berechnen, welches Konzept zu einem passt

Wie kann man nun selbst für sich ausrechnen, ob man einen Pferdestall mieten oder kaufen soll? Das ist recht einfach, es unterscheidet sich auch garnicht so groß, als wolle man ein Haus mieten. Nun, zunächst benötigt man zwei Vergleichsobjekte, eines zur Miete und eines zum Kauf. Nun muss man sich eine persönliche Finanzierung ausrechnen lassen, entweder über einen Finanzierungsrechner im Internet oder bei der Hausbank. Die monatliche Tilgung, multipliziert mit der Laufzeit in Monaten ergibt dabei die Gesamtsumme, die für den Kauf aufgewendet werden muss. Multipliziert man nun die Kaltmiete mit der gleichen Laufzeit kommt ebenfalls eine Summe heraus. Diese sollte in jedem Fall kleiner sein als die Gesamtsumme des Kaufes, denn nach der Tilgung hat man ja den Gegenwert der Immobilie. Zusätzlich sollte man noch eine durchschnittliche jährliche Mietpreissteigerung von drei Prozent kalkulieren und Zusatzkosten für eine Renovierung ca. alle sieben Jahre. Bei der gekauften Immobilie müssen zusätzlich Rücklagen für Sanierungen einkalkuliert werden. Diese sollten mit ca. einem Euro pro Quadratmeter und Monat kalkuliert werden. Die Lage des Pferdestalls wird auch eine Kostenrolle spielen. Immobilien in Bielefeld sind beispielsweise erschwinglicher als eine in Berlin.

Berücksichtigt man all diese Kostenpunkte und rechnet die Werte dann auf seine persönliche Nutzungsdauer von z.B. fünf oder zehn Jahren hoch, kann man sich leicht ausrechnen, welches Konzept für einen das richtige ist.