Pferdewirt-in

Der Pferdewirt, die Pferdewirtin

In nahezu jedem pferdebegeisterten Mädchen, aber auch Jungen, keimt im Laufe der Zeit der Wunsch auf, das Hobby zum Beruf zu machen und sich ausschließlich mit den geliebten Vierbeinern zu umgeben.
Die wenigsten bewahren sich diesen Berufswunsch bis zum Beginn des Erwachsenenalters und ein noch geringerer Prozentsatz ergreift dann tatsächlich den Beruf des Pferdewirts. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Die Lehrstellen sind rar und gerade in Großstädten nahezu unmöglich zu finden. Des Weiteren ist der Berufsalltag des Pferdewirts um einiges härter und anspruchsvoller als die Pflege des eigenen Ponys.
Die Ausbildung zum Pferdewirt ist in unterschiedliche Schwerpunkte eingeteilt, wobei jeder Schwerpunkt eine gesonderte Ausbildung darstellt.

Unterschieden werden die Schwerpunkte:

- Reiten
- Zucht und Haltung
- Rennreiten
- Trabrennfahren

Schulische Voraussetzung ist lediglich der Hauptschulabschluss mit relativ guten Noten in Mathematik und Sport. Jedoch sind praktische Vorkenntnisse im Umgang und der Pflege von Pferden und gegebenenfalls dem Reiten oder Fahren unerlässlich. Teilweise werden auch im Vorfeld abgelegte Reit- und Fahrabzeichen vorausgesetzt.
Die meisten Betriebe stellen keine minderjährigen Bewerber ein, die Arbeitszeiten an allen Wochentagen und das zu jeder Tageszeit, lässt sich mit dem Jugendarbeitsschutzgesetzt nicht vereinbaren.
Körperlich sollten Bewerber in bester Verfassung und Gesundheit sein. Geregelte Arbeitszeiten sind in landwirtschaftlichen Betrieben nicht üblich. Der Arbeitsalltag richtet sich nach den Gegebenheiten. Fohlende Stuten im Frühjahr, wichtige Turniere oder Rennen im Sommer, Ernten im Herbst und weitere Begebenheiten füllen den Arbeitsalltag des Pferdewirts von morgens früh bis abends spät.

Die Ausbildungszeit zum Pferdewirt beträgt drei Jahre. Alle vier Schwerpunkte haben gemeinsame Ausbildungsinhalte wie Pflege, Haltung und Gesundheit von Pferden sowie anatomische Grundkenntnisse und Verhaltenslehre der Tiere. Schwerpunktspezifisch kommen weitere Inhalte hinzu.
Ein mehrwöchiges Praktikum sollte in jedem Fall vor Ausbildungsbeginn absolviert werden. Ist der romantische Schleier des Berufs von den Augen gefallen, aber die Lust dennoch erhalten geblieben, wartet ein spannender und ausfüllender Beruf, der zwar körperlich enorm kräftezehrend ist, aber den hierfür berufenen ungemein mit Spaß und Freude erfüllen wird.