Pferde und Ponys

Faszinierende Bücher berichten von der viele Millionen Jahre dauernden Entwicklung der Pferde vom fuchsgroßen, vierzehigen Eohippus zum heutigen Equiden, welcher ein Einhufer ist. Glaubte man früher noch, dass die Evolution des Pferdes geradlinig verlief und eindeutig nachzuvollziehen wäre, wurde durch die Entdeckung von immer wieder neuen Fossilien klar, dass die Entstehung des heutigen Pferdes deutlich komplexer ablief. Die Umwelt und vor allem das Nahrungsangebot formten den Pflanzenfresser.

Ein Pferd, das auf weichem, fruchtbarem Marschboden lebte, hatte meistens eine massige Gestalt und breite Hufe. Gebirgspferde benötigten harte kleine Hufe. Das Pferd passte sich auch in Farbe und Art des Fells den Umweltbedingungen individuell an und konnte so in den unterschiedlichsten Klimazonen und Regionen leben. Die europäischen Inseln brachten unsere Ponys hervor. Der karge, steinige Boden und das raue Klima formten diese kleinen Rassen. Liegt ein Pferd im Stockmaß zwischen 130 cm und 147,3 cm, spricht man von einem Kleinpferd.

Der Mensch und das Pferd
Das Pferd hat den Menschen quer durch die Geschichte begleitet als Arbeitstier in der Landwirtschaft, in der Industrie, als Kriegswerkzeug, als Transportmittel, als Nahrungsquelle und zur Herstellung von Lederwaren. Heute spielt es eine Rolle im Sport und ist zum Freizeitbegleiter des Menschen geworden.

Unabhängig von seinen Reitfähigkeiten bereitet es den Menschen Freude. Was ist es, das die Faszination des Pferdes ausmacht? Was hat die Dichter so vieler Epochen dazu bewogen, es in Liedern und Gedichten zu ehren? Einmal mit den edlen Tieren in Kontakt gekommen, erahnt man es. „Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich. Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate. Wer sein ganzes Leben glücklich sein will, der werde Reiter, “ heißt es, und viele Pferdefreunde können dies bestätigen.