Marlboro Country – Pferdefarmen in Deutschland
Wer kennt sie nicht, die Kult-Kinowerbung der Zigarettenmarke Marlboro. Fast ein viertel Jahrhundert flimmerte sie in den Lichtspielhäusern Deutschlands vor beinahe jedem Film in der Spätvorstellung. Ihr Schlüsselreiz lag im Cowboy, dem Pferd, einem Lagerfeuer und nichts weiter als die schier unendlich weite Prärie.
Die Bilder der prächtigen Landschaften des amerikanischen Mittelwestens haben sich in die Köpfe der Pferdeliebhaber gebrannt. Jetzt sieht man keinen Adler mehr über rote Schluchten schweben und keinen Wolf mehr unter einem bewölkten Nachthimmel durch die Steppe tapsen und dennoch haben die vermittelten Bilder eine Botschaft in den Hinterköpfen der Leute suggeriert, die noch heute die Reiterhöfe im ganzen Land zu attraktiven Ausflugszielen für Familien in den Ferien machen.
Pferdefarmen sind in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. An beinahe jedem Campingplatz ist auch ein Reitergehöft angelegt, damit die Kinder ausreichend Abwechslung vorfinden. Einige Reiseportale bieten richtige Wanderreit-Touren an. Obwohl dies für einen ungeübten Touristen letztlich doch recht anstrengend sein kann, wenn er mehrere Stunden auf einem Sattel sitzen muss-so ist diese Erfahrung vielen Menschen diese Strapaze wert. Die Landschaft auf einem Pferd zu erkunden weckt den „Cowboy“ im Mann. Wer allerdings auf eigene Faust über die Wiesen und Felder der deutschen Pferdeurlaubsgebiete traben möchte, sollte sich unbedingt einen Reiseführer in Buchform und einen Kompass zulegen, damit er nicht verloren geht.
Wer weniger Geld für einen echten Ausritt ausgeben möchte, der kann sein Kind auch gern auf eines der vielen Wipp-Schaukelpferde auf dem nächstgelegenen Spielplatz setzen. Das ist auch eine schöne Form der Abwechslung, selbst wenn man die Mähne des hölzernen Wipptieres nicht streicheln kann.