Reiterfreizeit
Reiterferien und Reiterfreizeiten sind heute längst nicht mehr einzig und allein pferdevernarrten Teenagern vorbehalten, die es genießen, den ganzen Tag ihr Lieblingspony zu putzen und mit ihm durch Feld und Wald spazierenzugehen oder auszureiten.
Heutzutage gönnen sich auch Erwachsene gerne zwei bis drei Wochen mitschuden geliebten Vierbeinern auf Reiterhöfen, Haziendas und Ranches rund um den Globus und erleben dabei weit mehr als Schulstunden in der Halle oder einen Ausflug durch den Wald. Nur ein Schulranzen für Kinder ist das einzige was an die Schule erinnern mag, hier kann praktisch alles eingepackt werden, was für die Freizeit bei den Reiterferien benötigt wird.
Ob Lagerfeuerromantik in Kanada, Gesellschaftsspiele und Geschicklichkeitswettbewerbe mit Gangpferden unterm Sattel, Strandritte auf dem bloßen Pferderücken, Nachtwanderungen oder Mondscheinritte, alles ist vertreten und kann wahlweise mit dem eigenen oder einem gut ausgebildeten Reitstallpferd erlebt werden.
Wer selbst nicht die Zeit oder Möglichkeit hat, sich eines dieser edlen Tiere zu halten, hat zumindest für einige Wochen im Jahr die Gelegenheit, Reiter – oder wie man heute sagt: Horseman – zu werden. Dabei wird erfreulicherweise auch immer mehr Wert auf Umgang und Pflege sowie artgerechte Haltung der Tiere geachtet, was gesunde, ausgeglichene Pferde und Ponys gewährleistet mit denen selbst der ungeübte Reiter viel Spaß haben kann.
Gerne werden auch Planwagenfahrten durch unberührte Landschaften gebucht oder gar Rindertrecks über viele Meilen staubiges Land. Da wird der Briefträger zum richtigen Kerl und die Sekretärin zum Cowgirl.
Wessen Herz einmal mit dem Virus Pferd infiziert wurde, der kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die buchbaren Ferienpakete so unterschiedlich wie das Reiten selbst. Immerhin kann man einen Jagdritt mit einem Shirehorse durch britische Grafschaften nicht mit dem abenteuerlichen Trail von Westernpferden vergleichen oder gar mit Lektionen in Zirzensik und Hoher Schule. Auch ganze Horsemanship-Wochen werden inzwischen angeboten, bei denen man den artgerechten Umgang und die Sprache Equus erlernen kann.
Aber auch für die Kleinsten sind Reiterferien immer noch das Größte, wenn sie auf dem Rücken eines Freundes in den Sonnenuntergang reiten können und den Duft von Heu und Freiheit in der Nase haben.
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